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Frieden auch in den Gemüthern herzustellen. Entstehenalso dergleichen Kriege, so ist eS freylich auch nöthig, dieUebermacht der Republik sichtbar darzustellen, welchesviel zur Erhaltung des Ansehens beyträgt, und selbst dieZufriedenheit der Treugebliebenen befestigt. Mit Hülfedieser lezteren müssen die Insurgenten durch entschlossene,uachdrükliche Maßregeln schnell besiegt, durch das Ge-fühl ihrer Schwäche zum Gehorsam oder zu billigem Ver-gleiche zurükgeführt werden, und nachher hat die Weis-heit dafür zu sorgen, daß mittelst eines gerechten undfreundlichen Betragens der Grund des Uebels gehoben,und seiner Rükkehr vorgebeugt werde. Allein da eineRepublik nicht auöstirbt, und keinen Nachfolger mir ande-ren Gesinnungen hat, sondern sterü die nemlichen Maxi-men beybehält, folglich zu klugen Separat-Verträgenund verständigen AuSkunflS. Mitteln immerhin ungelenkigist, so bleibt in solchen Fällen sietö ein geheimer Groll,ein wechselseitiges Mißtrauen oder eine Art von Ent-fremdung in den Gemüthern zurük. Dagegen sind aberdergleichen innere Streitigkeiten und Kriege sehr leichtzu vermeiden. Jede Verschwörung, jeder bewaffnete Wi-derstand von Seite beleidigter Unterthanen ist schon anund für sich äußerst schwierig, und wenn die Republi-ken sich nur allgemeiner Bedrükungen und unnöthigerQnälereyen enthalten, die Gewohnheiten und erworbe-ue» Privat. Rechte aller Classen des Volks ehren undfchüzen, überhaupt nicht von dem bösen Geiste allzuvielerRegiererey besessen sind, sondern Gott und andere Men-fchen auch etwas regieren lassen: lo) so können sie imAllgemeinen leicht auf Fortdauer der inneren Ruhe zäh-
,o, Vergi. B. H 1 . S. ,14-rU9.