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mit Ehre und Gütern gefättiget sind, alö diejenigen, dieerst vornehm werden wollen. Aber fast alle angesehenen,begüterten, gebildeten, sich einer eigenen Existenz bewuß-ten Unterthanen einer Republik, nähren beynahe bestän-dig eine geheime Unzufriedenheit, selbst wenn sie sich sonstüber nichts zu beklagen haben, und der Grund davonliegt einzig und allein darin, daß sie sich den herrschenden«leich achten. Zwar beruht auch ihre Abhängigkeitauf natürlichen, wechselseitig nüzlichen Verhältnißen,und sie sind im Grunde nicht den einzelnen Bürgern oderMagistraten, sondern nur der ganzen Corporation unter-worfen , die allerdings mächtiger ist als sie. l2 > Alleindiese Corporation fällt nicht in die Augen, und in ihrenMitgliedern sehen die Ersten des Landes nur Individuenum sich, die ihnen an persönlichem Ansehen und äußerenGlükSgürern nicht überlegen, ja sogar oft nicht einmalgleich sind. Dadurch wird insgeheim die Ehrliebe belei-diget nach dem allgemeinen Raturgesez, daß jeder nurden Mächtigeren, oder von ihm für mächtiger gehaltenengern über sich sieht. 13 > Anbey kann man wohl eineneinzelnen, aber nicht eine ganze Menge von Menschenlieben; unter der großen Anzahl finden sich immer welche,die diese Gesinnung eher zu schwächen als zu erweken ge-eignet sind, und in solchen Fällen schließt man gar zuleicht von dem Einzelnen aus das Ganze. UebrigenS hatauch der Ehrgeiz der Unterthanen in Republiken aller,dingö viel weniger Spielraum, als in Monarchien, und
11) Vergl. hierüber meine Gcsch. des -streich. FeldzugS jn herEcbweiz. S. -14 ff. Note, und S. 368
12) Vergl. oben S. 260.
> 3 ) Dergl. S. I. S. 366-368.