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Sechster Band. Zweyter Theil. Von den Republiken oder freyen Communitäten.
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Schweizer'schen Städte und Länder, dennoch bey den Ein-,wohnern Ihres Gebiets stets eine geheime Abneigung undUnzufriedenheit geherrscht hat, welche schlechterdingsdurch nichts anderes als durch Neid und gekränkten Ehr-geiz erklärt werden kann. Daher stnd auch die herr-schenden Demokratien gewöhnlich noch verhaßter als diesogenannten Aristokratien , indem die Mitglieder von je-nen stch weniger als diese durch Geburt, Wohlstand,edle Gesinnungen »nd BerufSarten auszeichnen, folg-lich der Abstand zwischen ihnen und ihren Unterthanengar nicht bemerkbar ist. Die Magistralen der sou-verainen Republiken müssen sich also über die persön-liche Zuneigung ihrer Unterthanen keine gefährliche Illu-sion machen, und den Schmeicheleyen nicht trauen, die

Gesch. IU. S. -yo. Die neuesten Werke über die Zerstörungdieser Rcpuolik haben es noch mehr bestätiget.t$) Aus diesem Grund gicng auch schon in älteren Zeiten Wesenund Eschcntbal sür die verbündeten Eidgenossen perlvhren'In der neueren Schweizer-Geschichte liefern die gespanntenVerhältnisse zwischen Veltljn und Graubündte», Unter-WalliSund dem Ober-WalliS, der gemeine» Herrschaften gegen bigdemokratischen Cantone u. s. w. die Belege dazu. Auch dieUnterthanen der handelnden und halb demokratischen Städte.Zürich, Basel, Schaffhausen waren im Grund unzufriedenerals die mehr aristokratischen Städte Bern, Freyburg, Solos-thurn u. s. w., obgleich die Regierung der ersteren gewiß:eben so milde, und in äußeren Formen viel populärer war als-die her lezteren. Im Canton Bern herrschte der revolutio»nüre Geist vorzüglich in dem Waadtlanbe gerade wegen dergroßen Menge der dort wohnenben reichen und angesehenen,mithin auch ehrgeizige» Personen; denn sonst war es in allenseinen Verhältnissen gegen die souveraine Stadt unendlichfreyer als der deutsche Kheil des Cantons, und überhaupteines der blühendsten Länder auf dem Erdboden.