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Sechster Band. Zweyter Theil. Von den Republiken oder freyen Communitäten.
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bett; sie erhielten nichts reelles, «um gab ihnen das Bür-gerrecht zu ihrem eigenen Schaden; Io > und überhaupt istGleichförmigkeit von jeher die Maxime des DefpotiömuSgewesen; denn da nicht alle gleich mächtig und frey seynkönnen, so werden nur alle zu gleichen Knechten gemacht.Wir wollen übrigens nicht wiederholen, waö schon an-derswo von den Gefahren einer allzuleichten und allzu-großen Erweiterung der Genossenschaft gesagt wordenist. 1J > Sie tobtet mit einem Wort den Gemeingeist,und bringt nur allgemeine Gleichgültigkeit hervor; jtemacht es unmöglich, allen Bürgern jene Vortheile zuverschaffen , welche die von ihnen geforderten Beschwer,den ersezen und aufwägen müssen, und bewirkt dadurchbittere Unzufriedenheit, ja sogar oft innere Unruhen. **>Sie beleidiget und erbittert die alten Genossen, erschüt-tert die Traditionen der Väter, die Grundpfeiler, aufdenen die Existenz der Republik beruht, und eö werdenendlich die Interessen der Bürger so verschieden und soentgegengesezt, daß schlechterdings kein Friede, keine Ei-nigkeit mehr zwischen ihnen bestehen kann, daher auchdie Geschichte beweist, daß weit mehrere Republiken durch

10) Siehe hierüber auch ÜQth de rs municipali Romanorum.i8oi. 8.

11) S. Cap. 18. von dem Untergang der Republiken.

it) Es ist ganz klar, daß, da nicht alle Bürger, ja nicht einmalalle, die billige Ansprüche haben, befriediget werden können,die Zurükgesezlen sich immer beleidiget glauben, und folglichunzufrieden sind. Das war auch der Grund, warum man zuBern im Jahr ibzy das Bürgerrecht schloß, um, wie mansich ausdrükte, der verzehrenden RegimentS-Suchteinen Damm entgegen zu sezen.