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Sechster Band. Zweyter Theil. Von den Republiken oder freyen Communitäten.
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sie ihnen doch zu nichts helfen; in Zeiten der Noth hatdie Republik wenig Freunde und Deschüzer zu hoffen,und früher oder später müßte sie entweder durch innereSchwäche und- Fäulniß, oder durch bittere Zweytrachtund offenen Bürgerkrieg zu Grunde gehen. Zwar ist dievorzügliche und sogar die fortdaurende Berükßchtigungalter, bekannter, in augeerbtem Wohlstand erzogener,berühmter, um'S Vaterland verdienter Geschlechter, undihrer durch gleiche Vorzüge ausgezeichneten Nachkommen,allerdings gut und zwekmäßig. Name und Herkunft lei-sten auch hier eine Art von Bürgschaft für den Unbe-kannten, dergleichen Personen genießen durch ihr per-sönliches Ansehen eines freywilligeren Gehorsams; ihrVorzug beleidiget niemand, und schmeichelt vielmehr derEhrliebe der übrigen Bürger; es läßt sich mit GrundvorauSsczen, daß sie durch Tradition ihrer Väter die re-publikanischen Tugenden und Kenntnisse besizen, und siesind auch im Ganzen durch ihre Muße, ihre Fähigkeitund ihre ökonomische Selbstständigkeit mehr als anderezur treuen und uneigennüzigen Verwaltung des gemeine»Wesens geeignet. Von ihnen ist auch überhaupt we-niger Mißbrauch zu besorgen, denn sie besizen schon,was andere erst zu erhalten streben; das Gefühl ihrer ei-genen Ueberlegenheit veredelt den Charakter, und die nie-drigen Leidenschaften der Menschenfurcht, des Argwohns,des Reids, des EigennuzeS n. f. m. werde» im Allgemei-

14) Vergl. B. W. ;;r und ff.

In diesem Sinn sagte schon Cicero; «Omnes boni semper

nobilitati favemus., et quia utile est Reipublicse nobileshomiues esse dignos majoribus suis, et quia valet apudnos clararum hominum et bene de Republica meritorummemoria etiam mortuorum. ’*