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Mitglieder oft die erste Stelle bekleideten; Senatorial-Geschlechter/ von denen gewöhnlich ein Mitglied indem engeren oder Regierungs-Rathe sizt; andere/ beydenen dieses selten geschieht/ oder die noch gar keinenSenator hatten; wieder andere/ deren sämmtliche Mit-glieder von Alters her gewöhnlich in dem großen Rathsizcn, und die man im engeren Sinn die patri cischenheißt; noch andere/ die nur bisweilen einzelne Jndivi-duen darin zähle»/ und andere endlich / die noch gar keinSubjekt weder in die Magistratnr noch in den stellver-tretenden Ausschuß geliefert haben. Man unterscheidetim gemeinen Leben zwischen alten und neuen/ mächtigenund schwachen/ zahlreichen und nicht zahlreichen Ge-schlechtern/ i* 3 > obgleich dafür kein Gesez vorgeschrieben/keine Gränzlinie bestimmt ist / obgleich alte Familien auS-sterben/ und neue an ihren Plaz treten/ bald die kleinengroß / bald wieder die großen klein werde«/ und alle stetsgleich berechtiget bleiben. Dieser Unterschied/ der sichin unmerkliche Schattirungen verliert/ ist nichts anderesals die natürliche Gradation deS auf Tugenden , Fähig,leiten und äußeres Glük begründeten Ansehens; eine un-gekünstelte/ nicht von Menschen gemachte Ordnung derDinge / bey der jedermann zufrieden ist. Keine Genossen-schaft in der Welt kann sich beleidiget fühle»/ ihre edel-sten und vordersten Bürger an der Spize zu sehen; sie
18 ) So unterschied man auch in Venedig i) die Case elettorali ,uralte Geschlechter, welche den ersten Doge gewahlet haben;a) diejenigen, welche von der Serratura del Consiglio her-kamen, oder nach dem Krieg mit Genua in den Adel aufge-nommen worden; z) die Cittadini , welche den Adel, d. h.die Regiments- Fähigkeit, für einmalhunderttaufend Denedi-ger Dukaten erkauft hatten.