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Sechster Band. Zweyter Theil. Von den Republiken oder freyen Communitäten.
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rett reellen Adel und demjenigen/ der durch bloße Dp»plome und Privilegien erzwungen werden soll. DaS na-,türlichc Patriciat erzeugt Ruhe und Zufriedenheit/ da»willkührliche Haß und Erbitterung. Jenes ist nichts wei-rer als ein der reellen Ueberlegenheit freywillig einge-räumter Vorzug/ dieses macht ihn durch Geseze zum aus-schließenden persönlichen Recht/ auch wenn die Ueberle-genheit nicht mehr vorhanden ist; jenes behauptet diebürgerliche Rechtsgleichheit und nimmt niemanden etwasweg; dieses theilt die Bürger willkührlich in zwey Clas-sen/ zeichnet die einen durch Privilegien vor den anderenaus, und würdiget dadurch die anderen herab; bey demnatürlichen Patriciat wird auf reelle Vorzüge/ mithinauch auf den Wechsel der Verdienste und Besizungen Rük-ficht genommen, es läßt der Tugend ihre Hoffnung unddem Laster seine Strafe; das geftzliche Patriciat hinge-gen will den Vorzug an bloße Namen und Abstammungheften/ die in der Folge oft mit Niedrigkeit/ Armuthund Unfähigkeit verbunden seyn können; es sezt dem na-türlichen rechtmäßigen Emporstreben der einen/ dem ebenso natürlichen/ meist selbst verschuldeten Heruntersinkender anderen ein gewaltsames , aber dennoch fruchtlosesHinderniß entgegen, widerspricht dadurch zulezt dem Prin-cip selbst, auf welchem das wahre Patriciat gegründetist, und die Natur pflegt sich für diese Verachtung ihresGesezeS bald durch Feindseligkeiten und offene Kriege zurächen. Daher beweiset auch die ganze Erfahrung, daß,gleichwie das natürliche Patriciat die Republiken zieretund befestiget,fo hingegen das willkührliche oder ge-

aoj Dura nullum preteritur genus, in quo eniteret virtus, cre-vit imperium Romanorum. Liv. List. L. IV. c.