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sezliche sie schwächt und zerrüttet. Die Römische Geschichtebesonders ist hierüber äußerst merkwürdig. Der langeHaß der Römischen Bürger gegen die Patricier kam nichtdaher, daß diese leztercn im Best; der höchsten Aemterund Ehrenstellen waren, denn sie wurden auch nachherimmer wieder zu denselben erwählt: sondern er war nureine Folge der wilikührlichen Geseze, kraft welcher jenePatricier sich selbst ausschließend RathSfähig erklärt, dieVerschwägerung mit anderen Bürgern verboten, und ihreinsolvablen Schuldner, obgleich dieselben auch RömischeBürger waren, zu Sklaven gemacht hatten. Ohne Lieseunklugen Dekrete würden sie viel ruhiger, ja sogar aus-schließender bey ihren Würden geblieben seyn, und inZeiten der Roth mehr Freunde und Anhänger gefundenhaben. Die Geschichte aller Italienischen Republikendes Mittelalters ist voll von heftigen Streitigkeiten derBürger gegen die Edelleute oder vornehmen Geschlechter,blos weil leztere die ersteren von der Wahlfähigkeil zurMagistratur ausgeschlossen hatten, oder ausschließen woll-ten. > Verschiedene deutsche Reichstädte sanken offen-bar an Ansehen, Wohlstand und guter Verwaltung vondem Augenblik, als in denselben ein gesezliches Patriciataufkam; eine Veränderung, die zwar nicht von ihnen,sondern von dem Oberhaupt des Reiches selbst in Zeitenvon kirchlicher und politischer Entzweyung als Strafegegen die Ungehorsamen und zur Erhaltung der öffentlichenRuhe angeordnet worden, aber nach und nach wiederhätte gemildert oder aufgehoben werden sollen. In den
ai) Siehe hierüber Sismondi Hist. des Republiques d'Itali«.T. i. p. 424, T. n. p. 249; von Padua insbesondere T. III.p. .17. und von Mayland T, III, p. §->.