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Sechster Band. Zweyter Theil. Von den Republiken oder freyen Communitäten.
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einem Theil bet früheren Mitglieder/ und gewöhnlicherWeise fleißiger in den Versammlungen anwesend, könne«sie daher leicht eine andere Majorität hervorbringen,schlechte Gewohnheiten änderen, und bessere Maximenherrschend machen. Ja selbst die älteren Mitglieder se-hen gewöhnlich dem Zeitpunkt einer solchen periodischenErgänzung freudig entgegen; sie erwarten mit Ungeduldjenen Nachwuchs tüchtiger Gehülfen, deren Thätigkeitihnen die Geschäfte erleichtert, deren Eifer sie ermuntert,deren Zahl dem Guten das Uebergewicht, den Beschlüf-sen selbst mehreres Ansehen verschafft. Auf der anderenSeite ist auch gar nicht zu befürchten, daß ein solch be-deutender Eintritt neuer Mitglieder etwa die Unordnungbegünstigen, Constitutione« und Geseze erschüttern möchte.Ohnehin ist in Republiken alles Wesentliche beharrlich,«nd jede Veränderung außerordentlich schwierig; die neueintretenden Glieder sind alle in den republikanischen Ma.ximen, Formen und Uebungen gleichsam empfangen, ge-Loren, erzeugt; die Traditionen und herrschenden Ge-wohnheiten werden ihnen zur zweyten Natur. DabeyWerden sie gewöhnlich in einem Alter von dreyßig bisvierzig Jahren erwählt, wo der jugendliche Leichtsinn be-reits reiferem Urtheil Plaz gemacht hat, und wo siedurch vielseitigere Interessen an Erhaltung der Ruhe undOrdnung geknüpft sind. Sie kommen endlich zu ihrenVätern, ihren Brüdern und Verwandten, die ihnen Ach-tung einflößen, deren Erfahrung sie benuzen, und vondenen sie allenfalls wohl würden in Schranken gehaltenwerden; daher auch die Geschichte aller Republiken be-weiset, daß die periodische Ergänzung ihrer großen Rätheauch in dieser Hinsicht mit keinen Nachtheilen verbundenwar, daß in denselben die gesezliche Ordnung eben so