meisten näheren, und nehmen ihren Rang nach Maßgab-er größeren oder kleinere» Stimmenzahl, die sich fürjeden Einzelnen erklärt hat. Auf solche Art können nicht«ur zehen bis zwölf, sondern sogar achtzig bis neunzigPläze beynah in der nemlichen Zeit wie ein einzelner be-fezt werden. 11 > Diese Methode vereiniget übrigens alleVortheile und löset das Problem über die Wahlformenganz befriedigend auf. Denn es wird dabey niemandvon seinem Borschlags, oder Siimmrecht, niemand vonfeiner gesezlichen Wahlfähigkeit ausgeschlossen, und dasProdukt einer solchen Wahl ist immer das Resultat einerabsoluten Majorität der ganzen Versammlung. Dabey ist
n) So wurden z. B. bey einer periodischen AkcgimenK - Ergän-zung in Bern die achtzig bis neunzig vakanten Pläze im gro-ßen Rath besezt. Das Verzejchniß aller wahlfähigen Pur-ger- welches gewöhnlich auf ungefähr sechshundert Personenanstieg , wurde vorher gedrukl, numerotirt und jedem derzwey und vierzig Lleckoren ausgetheilt. In einem Sak wa-ren eben so viele Numern, als wahlfähige Personen. DieleNumern wurden eine nach der anderen gezogen, über diedamit bezeichnete Person, nach AuStritt seiner nächsten Der-wandten, öffentlich votirt, die Zahl der Stimmen ausgeschrie-ben, und auf diese Weise sortqesabren, bis keine Numermehr übrig blieb, mithin über jeden einzelnen Bürger abge-stimmt war. Alsdann wurden die Stimmen vergliche», undrS fand sich gewöhnlich, wie es auch nicht anders seyn konnte,daß die meisten einhellig erwählt waren, von den übrigenaber nahm man diejenigen, welche sich der Einhelligkeit ammeisten näherten, bis alle Pläze befezt waren. Diese ein-fache Wahlmethode war im Grunde vortrefflich, und die ganzeOperation daurte kaum vier Stunden. Hätte man htngcge»«inen Plaz nach dem andere» besezen, d. h> jeden einzelne»gegen alle andere abwägen und die zurükgcbliebciien stets fürdie folgende» Pläze neuerdings vorschlagen wollen, so würdeman kaum in zwey Monathen fertig geworden sey».