auf denen Holmünzen. 277
gutes. Dabero andere auch /etzo lieber ih-ren Münzen von dem Alterthume ein Ansehenihrer Güte zu machen suchen: indem sie viel,mehr die deutschen Wörter darauf setzen:nach altem Schrot und Korn; nachdemalten Fuß. Und wäre nur zu wünschen, daßdie leichtfertigen Münzmeister nicht sogar öf-ters die Münze zum Lügner machten (0).
§. 18.
(s) Absonderlich bey denen heutigen Zeiten, da dieMünzeyen an Juden undJudengenoßenverpach-tek, und damit die grösie Lchindcrey getriebenwird. Frankreich hat, sobald es Straßburgweggenommen, keines deutschen Fürsten seinemStempel mehr getrauet; sondern allen Sechs-zehnern oder ReichSgülden, die es richtig befun-den, eine Lilie vor die Nase schlagen laßen; dasübrige deutsche Geld aber alles in seinem Landeverboten. Wiewol es auch, was die deutschenThaler betritt, selbige meistens gar umsiempeln,und daS französische Zeichen darauf machen las-sen. Und weil die neue Bildung nicht allemaldeutlich herausgekommen: so siehet man in etli-chen noch die alte sächsische Raute unter der Li-lie Herfür blicken. Aber dieses ist einem frem-den Staate endlich nicht zu verdenken. Allein,daß sich jelzo viele in Franken, Schwaben unddenen rheinischen Kreisen auf ihren Münzen zuLügnern machen laßen, daß man in selbigenQuartieren keinem Reichsqelde mehr, in demBilde, und derUeberschrift nach, trauen kaii;sondern alle, die im Handel und Wandel geltensollen, zu Nürnberg, Ulm und Frankfurt miteinem Kreißstempel zeichnen muß; deßen sollenS ; sich