298 Cap.iz. Von dem Werthe
bey gehet, da sich dergleichen nicht etlichemalum ein merkliches verworfen (6). Fernerwäre auch diese Veränderung leichter zu fas-sen , wenn mit Veränderung der Sache man
auch
(<l) Von denen Zeitveränderlichen Namen der Pfen-nige haben wir gleich jetzo gesaget lit. 3. Alleinwie vielerlei) Marken, Schillinge, Gulden, alteund neue Schocke haben wir nicht in Deutsch- lland; dabey ein jedweder nur so lange cS ihm !gefallt, verbleibet. In Hamburg würden sie sich !ihre Marken kaum nehmen laßen. Dann da 'kömt manches Madgen mit drevßigtauscnd un-ter die Haube: weil man den Freyer mit demGeräusche der großen Zahl verblendet; ungeach-tet das Gewichte davon nachgehends um zweyTheile leichter wird. Gleiches Gesperre machendie Polen, Danziger und Preußen mit ihren jGülden: welche Freude sie sich wol nicht froren !laßen sollen, wenn man ihnen gleich lange vor- jsagte, daß ein Thaler so reich, als vier und >!zwanzig Groschen machten: obgleich das letzterein der Ausrede reicher an Silben, als jeneswäre. Im übrigen stehet fast in allen kayserlichenMönzfreyheiten, daß sich die Stände an desReichs Schrot und Korn halten, und keinefremde Arten des Geldes, zu großer Verach-tung ihres Vaterlandes ausmünzen sollen. Weilaber das Völkerrecht die Gewohnheit hält, daßzwar ein Königreich auch des andern seinen Adel,nicht aber auch des andern seine Münzen bey sichgelten läßet: so ist es Hamburg nicht zu verden-ken, daß sie, des Reichs Gesetzes ungeachtet,Porkugallische Stempel qeführet haben, umin denen ausländischen Königreichen mitselbiaenin Handel und Wandel fortzukommen; da sich
an