des leichten Geldes. 299
auch den Namen verändert hätte. Weilaber die Benennung einerley geblieben: un-geachtet die Bedeutung ganz verfallen ist: sowird man öfters durch die Gleichheit des Na-mens
an das6ominium munsti eines Kaysers niemandmehr kehren will. Und achte ich, daß man sichvielmehr zu verwundern, daß Portugall nichtgegen selbige Beschwerung geführck: weil einefremde Stadt sich anmaßete, unter ihrem Münz-zeichen ihr Gold höher auszubringen. Diesesist gewiß, daß in denen alten Zeiten, wenn eineMünze in gutem Rufe gewesen, ein R^chsstanddem andern selbige nachgeschlagen, und mit ebendem Namen benennet hat. Welches an demExempel der Braunschweigischen Löwenpfennige,derMatthier, der Ladislausgroschen, Marien«groschen, der Schreckenberger u. a. zu ersehenist. Dann diese alle anfangs nur von einem ein-zigen Reichsstande ausgebracht, und nachgehendsvon unzähligen anderen nachgeschlagen und alsobenennet worden sind. Wie das Wort Silber-gülden und Tbaler selbstcn in demAusgangedesfünfzehnden Jahrhunderts von Churpfalz unddenen Joachimsthalern, zu großer Verwunde-rung anderer Länder angefangen worden: weilman^nicht gewöhnet war, so große Stücken aus-zumünzen ; welches aber andere, nachdem dieneue Welt so viel Silber in Deutschland ge-bracht, und in kaufen und verkaufen üblich wor-den; und das tauschen im Handel und Wandelje langer je mehr abgekommen ist; in so großerAnzahl nachgemachet haben, daß jctzo kein Kö-nig oder Staat in Europa sich befindet, dernicht diese Art Geldes, und absonderlich die letz-tere angenommen, und in seinen Münzstadtt»eingeführet haben solle.