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Johann Peters von Ludewig Einleitung zu dem deutschen Münzwesen mittlerer Zeiten / mit Anmerkungen herausgegeben von Johann Jakob Moser
Entstehung
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Z0-4 Cap. I Von dem Werthe

einen jetzo gangbaren Meißnischen Groschenaus (K) (89.). Die Hallische Urkunde zäh-let zwar achtzehn Holpfennige auf ein Loth;aber mir sind fast in keiner Art mehr, alssechzehn herausgekommen. Dahero ich da-hin gestellt seyn laße, ob etwa damals die Lo-the oder aber die Hvlmünzen anders eingerich-tet gewesen seyn mögen.

§. 6 .

(b) Die Probe ist von uns nach dem Striche genom-men, und daß die Pfennige, wenn sie qi-üend wer-den, nicht schwarz anlaufen, welches in schlech-tem Geld geschiehet. Dann zur Prob e mit derKapelle haben wir für Liebe zu diesem Gelde unsnicht entschlüßen wollen.

(89.) Wann das richtig ist, wie e6 in allewegeist, was ich in vorhergehender Anmerkunggesagt habe, daß nemlich Schrot undKorn unterschiedlich an ihnen gewesensepe: so folget auch von sechsten, daßauch ihre Gewichte und Werthe nach demheutigen zu rechnen , unterschiedlich her-auskommen. Welche Arbeit, und wie sichalle alte deutsche Münzsorten gegeneinan-der selbst, und gegen denen heutigen ver-halten, einedercuriösisten, nützlichsten undnöthigsten Arbeiten ist, die nur stückweißvon einigen, sonderlich aber von HerrnSchlegel I c. mit großem Fleiß und gutemSucceß unternommen worden ist.