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Johann Peters von Ludewig Einleitung zu dem deutschen Münzwesen mittlerer Zeiten / mit Anmerkungen herausgegeben von Johann Jakob Moser
Entstehung
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tz26 Cap-14. Wie dasleichte Geld

§. 5 .

Das leich. Was die Art betriff, nach wel-

ke Geld cher das alte Geld ausgegeben,vd"pslmd! Er die Leute gebracht wor-weise aus- den: so ist selbige auf eine doppeltegegeben. Weise geschehen. Wenn dieSumme nicht allzugroß war, hatman selbige, wie noch jetzo geschiehet, einan- jder zugezählet; welches aber um so viel be, !schwerlicher worden, je kleiner und geringerdie Stückgen des Geldes gewesen sind (c).

Indem !

(?) Dahero man in alten Urkunden findet, daß dermeiste Handel, wenn die Summe nicht allzu«groß gewesen/ nach Schocken gezahlek worden jist; wiewir etwa jetzodie Garbenzurechnen und lzu verhandeln pflegen. Dahero sind in diesen jLanden die gemeinen Leute an alte und neueSchocke auch noch gewöhnet; und werden unterjenen Namen ro. Meißnische Groschen verstau,

-en. Dahero sich insgemein^die Urthelsverfas«ser, in Ansehung der Geldbuße, auf Universitä-ten noch jetzo darnach richten; ob man gleich,bey jetzigen Überreichen Zeiten, der Sache vielzu wenig thäte, wenn man die trockenen Schlä-ge, dabey man einen himmelblau machen kan,wenn nur kein Blut darnach gehet, mit einerStrafe von fünfzehn Pfennigen, so viel dieseBegünstigung in denen alten Zeiten gekostet, ab-fertigen wvlte. Woraus denn sichet zu schlüßen,daß man die Geldstrafe der Verbrechen nicht umder einreihenden Bosheit willen; dann diese inalten Zeiten noch größer, als jetzo gewesen ist;