?28 Cap.14. Wie das leichte Geld
ge angegangen, als feines Silber ausgemün-zet worden; dann sobald man den Schlage-schätz abgezogen, und an statt deßen Kupferoder anderes Metall zugesetzet, auch die ver-schiedenen Geldsorten im Reiche eingerißen:so war das Gewichte in der Ausgabe des Gel-des nicht mehr zu gebrauchen.
§. 6. j
Ursache halben, das Geld ausgewogen wird.Dabey man aber jetzo die Vorsichtigkeit gebrau» !chenmüß, daß man dabey nicht einerley Sorten; ,sondern auch einerley Schlag gebrauche: indemSchrot und Korn anders in Gülden, anders inGroschen, anders wieder in Zweygroschenstückeneingerichtet ist. Ja auch sechsten ein Münzherreinerley Sorten in Schrot und Korne diesesJahr so; in dem andern wieder anders zu hal» !ten pfleget. Wie solches das Exempel von Chur- ^sachsen giebst, welches Anno -706. die Sechs» lzehner fast von feinem Silber; wie sonsten daS !Haus Braunschweig allein thut, auszumünzenangefangen: aber nachgehends solches gleich wie-der geändert, und das ihnen sonst gewöhnlicheSchrot und Korn wieder angenommen haben.
Daß auch noch jetzo dieReichscanzeleyundCam-mer diese Gewohnheit behalt, daß sie ihre Straf-befehle nach Marken löthigcn Goldes einzurich-ten pfleget: solches geschiehet zwar nach der al-ten Weise, aber ohne Noth, und nicht ohne Be-schwerung : weil das römische Reich an gewis-ses Schrot und Korn in ihren Gülden und Durs-ten gebunden ist, welche jederman geläufiger,als vbgesetzte Canzeleyrechnung seyn. Allein,die Feder in Canzeleyen halt ihren Gang, den