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Johann Peters von Ludewig Einleitung zu dem deutschen Münzwesen mittlerer Zeiten / mit Anmerkungen herausgegeben von Johann Jakob Moser
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ausgegeben worden. Z29

§. 6 .

Das schwerste ist, wie man Wie esdoch dieHolmünzen oder das leich-te Geld zur Ausgabe verwahren laßen,und Handthieren können, daß esnicht unter denen Handen, absonderlich einesungeschlachten Bauren, zerknittert und zer-brochen. Ich finde aber, daß man solcheszu verhüten, zweyerley Weise gebrauchet.Erstlich hatte man vordem das Geld nicht, wiejetzo in weichen Sacken oder Säckeln liegen:dann solchergestalt das weiche Geld alles ineinander sich zerknittert hatte; sondern dieBeutel darzu waren gesteift, wie man der-gleichen Muster noch hier und da in denenRüstkammern antrift; auch noch in 8. H.

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sie gewöhnet ist. Darum werden auch alle Frey,Heiken nach rheinischen Goldgülden eingerich,let: weil die vornehmsten Münzstadte derKayser an dem Rheinstrom, als seinen ehema»ligen Tisch» und Tafellanden waren, wornach sichdie mit dem Münzregale begnadigte Standerichten müßen. Jetzo aber siehet man fast kei-nen Goldgülden mehr; und der Werth davonist auch in verschiedenen Orten unterschiedlich;und erinnere ich mich einer fürstlichen Canze«ley, welche das priuilsßium «ls non sppsl-Isnäo nach der Zahl von Goldgülden erhalten,den Werth aber deßelben nicht gewußt hat;und deswegen erst zu Wien um den Schiüßekdarru anfragen müßen.