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Johann Peters von Ludewig Einleitung zu dem deutschen Münzwesen mittlerer Zeiten / mit Anmerkungen herausgegeben von Johann Jakob Moser
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Gelde zu kommen. ZZ9

der Zeit,' als ihnen ihre Gewalt über ihreKind»e beschnitten worden, auch für diesendas Geld verstecken müßen, solchen kein Ver«langen zu machen, nach der Stunde ihresTodes zu fragen (tr). Endlich weit die

Deut,

fen, ohne die Unterthanen darüber zu fragen;da scheinet es, daß nicht soivol der Landesherr,der ohnedem Macht hat, zu fordern, was erbrauchet; als die Unterthanen Ursache hakten,die Redaction der Oomainen zu suchen. Wiesehr aber die Lehre, 6s eminenü 6ominio,jetzo in Schulen und Höfen erörtert werde, da»von liegendieExempel absonderlich in Frankreichan dem Tage.

(li) Dann obgleich die nssgiinis und heimlichen Mord-thaten nicht so häufig in Deutschland , als inItalien sind : so haben die Eltern unsers Va-terlandes im Gegentheiiauch weniger Mittel undKräfte, als bey denen großen Römern, die Kin-der zu bändigen und im Zaume zu halten. Ju-stinianns, und andere Kayser vor ihme, habender Eltern ihre Gewalt aus eben dem Absehen,als die Herrschaft über die Knechte geschahet,damit ja die großen Geschlechter zu Rom hiedurchentkräftet, heruntergesetzet, und dem monar-chischen Staate nicht mehr gefährlich seyn möch-ten. Vordem konte der Vater einen ungerathe-nen Sohn nach Gefallen enterben. Weil aberöfters ein Sohn bis in das fünfzigste Jahr sei»nein Vater arbeiten und erwerben müßen : sowar e§ billig, daß man dem Sohne eine le^iri-msm ausmachte, die ihme der Vater, ohnesonderbare Ursache nicht entziehen konte. Daaber heut zu Lage die Kinder dem Vater nichtN -» einen