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Johann Peters von Ludewig Einleitung zu dem deutschen Münzwesen mittlerer Zeiten / mit Anmerkungen herausgegeben von Johann Jakob Moser
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z66 Cap.i6. Kunst/

römischen Stücken (K) absonderlich nöthig,je größer die Gewinnsucht und Leichtfertig-keit derjenigen, welche sich auf diesen Be-trug legen, geworden ist (i). Weil aberdie Hochachtung des weichen Geldes nochnicht so bekant und durchgehends, wie injenem gleich ist (k): so hat man bishero !noch von keinen Unterschleifen sonderlich ge-höret. Der aber gewiß nicht ausbleiben ^

würde, wenn man erst das Ansehen und !den Nutzen dieser Münzen recht in den ^Gang brächte (l). Es würden auch de,

neu

(K) Auch in denen raren Thalern. Davon derje-nige zum Exempel seyn kan, von welchem mannoch zweifelt, ob er jemals wahrhaftig ge- jschlagen, oder nur von müßigen Leuten aus»gesonnen worden sey. Ich meine den Heßi« >schen: Lieber Land und Leute verlo-ren rc.

(i) Sogar, Laß die Betrüger auch ihre unter-geschobene falsche numos eine Zeitlang in dieErde an feuchte Orte vergraben, um solchenden Schein eines großen Alterthums zuwegezu bringen.

(ic) Vor weniger Zeit haben die gelehrtesten Fran-zosen noch nicht einmal glauben wollen, daßman weiches Geld vorweisen könte.

(I) Welches ich gewiß dafür halte, daß es garbald geschehen werde; absonderlich wenn sichLeute finden, welche die Abdrücke der deut-schen Münzen mittlerer Zeiten bekant ma-chen.