stand hatte Bullinger eilf Kinder, sechs Söhneund fünf Töchter, gezeugt.
In diesem Zeitraum artete der Freyheitssinnder Reformatoren bey den Wiedertäufern in ge,fttzlofe Ausschweifung aus. Nicht nur mündlich,auch in gedruckten Büchern bestrilt Bullinger dieSchwärmer. Gegen dieselben bewies er in ei»ner eignen Schrift die Rechtmässigkeil der Zinseund Zehnten.
Nach dem fatalen Kappelerkrieg war er inseinem Geburtsort nicht langer sicher. Im I.i^i. zog er mit Vater und Bruder auf Zürich.Vier Wochen lang wurden sie von Werner Skei,ner aufs liebreichste beherbergt. Gleich nachihrem Wegzug von Bremgarten wurde ihr Hausdaselbst von den Papisten geplündert. Gar baldward Bullinger, an Zwinglis Stelle, zum Pre-diger in Zürich ernannt. Durch Gefälligkeit ge-wann er die noch übrigen Anhänger des Papst,thums. Ihm hat man die Ausgabe von Bi-blianders oder Buchmanns Schriftauslegungcnzu danken. Die Niederlage der Züricher beyKappcl hatte der Bifchoff zu Wien, JohannFaber, in einer besondern Schrift auf Rechnungdes zürcherischen Jrrgeists geschrieben. In ei-