Band 
Erster Band.
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ter. Im I. l?65. ward er zum erstenmal vomStein- und Nierenschmerzcn geplaget. Bey al-len diesen persönlichen und haüslichen Beschwer-den behielt er immer mit Enthusiasmus die öf-fcntlichen Angelegenheiten im Auge. Je längerje mehr ward die Zwinglische Lehre mißdeutet.Auch ein menschenfreundlicher Melanchthon ent-hielt sich nicht, dieselbe verdächtig zu machen.In einem Schreiben an Herzog Heinrich vonSachsen * wirft er den Zwinglianern vor, daßsie über die Gottheit Christi gefährliche Irrthü-mer hegen. Genauere Lehrbestimmungen undsymbolische Bücher wurden also je länger je mehr,gesetzt auch, sie wären ein Uebel, jedoch ein noth-wendiges Uebel, sowol um den Vorwürfen derLutheraner und der Catholieken als auch um denAusschweifungen der Schwärmer zu steuren.Gleichsam als hätten die Reformatoren zum vor-aus die widrigen Folgen allzuenger Lehrformengcahnet, giengen sie niemals als nothgedrungenan die Errichtung derselben. Nur auf dringen-des Verlangen Churfürst Friedrichs III. von derPfalz verfertigte Bullingcr die helvetifche Glau-H ; bensbc-

* S. Opp. Luth. Jenens. T. IV. wie auch VucherSNachricht von dem Gespräch zu Marpurg in derGiml-rMen Urkundcnsainmluug, B. II. Tb- H.Abschn. IV.