Band 
Erster Band.
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Johann Jacob Breitinger.

Der gröste Schulvnbesserer in diesem Zeit-alter war ohne Widerrede Ioh. Jacob Breitin-ger, derselbe erblickte das Licht der Welt deni. Merz 1701. Nach Vollendung der academi-schen Studien ward er im I. 1720. zu demgeistlichen Stande eingeweyhet. Jene glücklicheMüsse, welche den jungen Geistlichen von derOrdination bis zu einer Beförderung frey bleibt,wendete er meistens auf das Studium der Al-ten. Durch vertrauten Umgang derfelben mach,te er stch ihre Denkart eben so eigen als ihreSprache. Obfchon der Kirche gcwiedmet, glaub-te er nichts desto weniger genaue Bekanntschaftder Griechen und Römer seiner eben so wenigunwürdig als Zwingli. Was schön, was gutund wahr ist, trägt das Gepräg eines göttlichenUrsprunges, wo es sich immer besindt.

Persius war anfangs der Lieblingsdichterunsers Breitingcrs. Wichtige Stellen in den Sa-tyren desselben, die auch einem Voß und Bayledunkel geblieben, beleuchtete er, und diese Be-leuchtungen fand der Präsident Bouchier so glück-lich,