Band 
Erster Band.
JPEG-Download
 

•«===*• i;;

lich, daß er sich derselben zu weiterer Ausfüh-rung bediente. Für einen Geist, wie Breitingers,war indessen die blosse Wörterkritik keine Nah-rung, gar bald wurde seine Neigung für dieselbe)em Geschmack für Wellweisheit und schöne Lit-^:eratur untergeordnet. Der Thesaurus der schwei-r'rischcn Geschichte und die helvetische Btbliotheck,m welchen er mit Bodmcrn den grösten Theilnchm, sind Beyspiele, wie vortheilhaft der Phi-losiphe dem Kritiker, und dieser jenem die Hand>bstt>.

Indem unser Gelehrte gleichsam von Kind-heit aif bis gegen siebenzig Jahre mit Bod-mern in täglichen und innigsten Umgang lebte,vereinigten sich beyde, um vermittelst kritischerWerke für den Nationalgeschmack das zu wer-den, was für die Reformation des GlaubensZwingst geivorden. Nach dem Vorbild diesesletzter», war bey ihnen das Schöne in den Kün-sten keineswegs letzter Zweck, vielmehr war esMittel zu Beförderung des Wahren und Guten.

An dein fürtreffdchen Bürgermeister JohannCaspar Esther fand Breitinger einen eifrigenBeförderer: durch das Ansehn und durch daSBeyspiel desselben ermuntert, sah er das Stu-I 4 dium