Band 
Erster Band.
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schliesscnde Neigung ; alles Wißbare reizte ihngleich stark; für jeden grossen Mann in jedemFache war feine Seele mit Hochachtung erfül-let. Wenn er Schriftsteller worden, so geschahes allemal bey besonderer Gelegenheit und zu be-sonderer Absicht; nicht blos als Cabincts- oderCatheder - Gelehrter, vielmehr als Mensch undals Bürger war es, daß er die Feder zum Schrei-ben ergriff, und so ward er Autor, wie es dierömischen und griechischen Klassiker geworden —eben deßwegen finden wir in seinen Schriftendas Gepräg der Menschheit und des Patriotis-mus; in denselben athmet populäre, socratifcheWeisheit, immer genau angepaßt auf Zeit, Ortund Personen, ganz von jenen Schul. Chricnund Gemeinplätzen schriftstellerischer Mietlingeverschieden.

Dichtkunst wär sein Labsal; bey ausserordent-lichen Empfindungen machte er seinem HerzenLuft, indem er dasselbe in Gedichte ergoß; da-her kömmt es, daß sich diese durch das Indi-viduelle und Originale, durch immer neuen undeigenthümlichen Schwung unterscheiden. Vollvon Ideen und Bildern, fortgerissen von demkühnen, poetischen Strome, fehlte es dem Ver-fasser an Zeit und Geduld, lange an dem Rhyt-

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