brach mir etwas vom Lohn ab, und ließ miralle Tage Abends eine Stunde frey. Nun schlugOporin an der Kirchlhüre an: Es wäre jemand,der in seiner Schule zu St. Lconhard Unterrichtin der Ebrätschcn Sprache mittheilen werde. Zurgcseztcn Stunde kam ich hin und meinte Oporinallein zu finden; wie crschrack ich, als ich achtzehn,feine, junge, gelehrte Gcstllen erblickte? — Ichwollte wegschleichen; Oporin hielt mich zurückund munterte mich auf; ich schämte mich aberin meinem Schurzfell ; endlich ließ ich mich bere-den und fieng an mit ihnen in Münsters Gram-matik zu lesen; hernach erklärte ich ihnen den Io-nas. In gleichem Jahr war ein Franzose ge-kommen , den die Königin von Navarra zur Er-lernung des Ebräischen hergeschickt hatte; dieserkam auch in die Schule; in meinen schlechtenKleidern pflegte ich gewöhnlich hinter dem Ofenzu stzen ; die Studenten hingegen fassen beym Ti-sche ; der Franzose fragte: Wenn kömmt unserProfessor? Oporin beutete mit dem Finger aufmich. Ungcmein verwunderte er fich und fragtemich hernach allein, wie es zugehe, daß ich soschlecht geklcrdt sey? Mit Lachen sagte ich: Meares ad restim rediit — Mir bleibt nichts übrigals der Strick, — womit ich auf mein Skiler-Handwerk anspielen wollte. Er anerbot sich, mich
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