;86 Die Wirthschaft
trcyd den Bauren mittheilt, oder wenn man nen er-fundne Werkzeuge und Gewohnheiten das Feld zu bauenbeschreibet, oder neue bisher «nbekandte Theile derWirthschaft/ z. Ex. die Pflanzung der Maulbecrbäumezu dem Seidenbau, einzuführen anrathct. Hingegenglaube ich, man sollte vor allen Dingen die Beschaffen-heit unsers Landes kennen lernen, und sich die Künsteder fleißigsten und besten Landwirthe bckandt machen,durch welche sie ihre Aecker vor andern aus fruchtbarmachen, so daß sie oft mehr als zweyfachen Nutzenziehen, gegen dem nächst an sie gränzenden Nachbar; diesesollte man alsdenn allgemein bekandt machen, und denMitteln nachdenken, wie man unter den Landleuteneinen löblichen Wetteifer erwecken könte. Dieses ist oh-ne Zweifel der leichteste Weg, die Verbesserung der Land-wirthschaft in den Flor zu bringen, da auch der ein-fältigste keine Schwierigkeiten vor sich siehet, welchehingegen sich so häufig einfinden, so bald man vonneuen Erfindungen redet. Bald siehet man solche alseine Beschimpfung unserer redlichen Voreltern an, vondenen wir die gewohnten Arten das Feld zu bauen er-erbt, deren Einsicht, Fleiß und Tugend wir zu schätze»,und zu einem ermunternden Beyspiel zu machen, soviel Ursach haben. Bald siehet man die Neuerungen
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