Band 
Erster Band.
JPEG-Download
 

eines Philosophischen Bauers. 427

werden. Nach dem gäten, übergießt er den Acker mitverfaultem Wasser, wenn sich darauf das Unkraut vonneuem zeigt, fo muß das gäten zum zweytcnmahl undöfters zum drittenmahl wiedcrhohlt werden. Im Herbst,ohngcfthr 14. Tage, nachdem die Getreydfeldcr angesäetworden, wird die Frucht aus dem Boden ausgchoben.Zu diesem End schneidet er erstlich das Kraut ganz nahe andem Boden ab, wenn er nicht Zeit gewinnen können,es 4. Wochen früher zu thun, welches er besser befin-det , dieses giebt dem Wehe ein gefundes und gutschmeckendes Futter. Das aushebm verrichtet er miteiner eisernen Gabel, mit welcher er tief in die Erdesticht, die ausgehebten Früchte werden in Körbe gesamm-let, und aus diesen in große Kornsäcke geschüttet, wor-innen sie nach Haus gebracht werden. Er verwahretsie sodann in dem Keller, so sicher als immer möglich, ge-gen das gefrieren, weil die gefrornen Erdäpfel bey demaufthaucn sogleich zu faulen anfangen. Man kan siezu diesem End auch in Gruben verwahren, welche ineinem trocknen Boden ausgegraben worden, und mitStroh und Erde decken, wie man gemeinlich mit denRüben zu thun pflegt. Wenn die Erdäpfel fo gut alsmöglich ausgehebt sind, wird daS Land bepflüget, demPfluge nach lassen sich noch sehr viele zurückgebliebene

anst