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Erster Theil, welcher ausser dem vorgesetzten Leben Clementis XI. 86 Cardinäle in sich begreift.
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XXXL Lebenjdcs Cardinals Portocarero. 125

„für Grundgesetze des Reichs zu halten wären. Endlich wennl „auch alle Staaten in der Welt die Parthey des Chyr»Prin«„zens verliessen, so würde doch die Allmacht GOttes nicht er,„mangeln, die Gerechtigkeit seiner Sache zu behaupten und! „den Eyftr dererjenigen Spanier unterstützen, die alSdenn„dem Hause Bayern beyfallen würden.,,

Der Cardinal ließ es bey den blasen Worten nicht be«wenden, sondern suchte das, was er gesprochen, auch in derThat zn erfüllen. Er begab sich zu dem Könige, um ihn zubewegen, dass er den Bayerischen Prinzen in einem ordenr«llchen Testamente zu seinem Nachfolgen erklärte. Er that ihmdeßhalben alle mögliche Vorstellungen. Er berief sich auf die- Recbrssprüche des berühmten Bolognesischen Juristen, Leon«ardr Pepoli. Er machte eine Gewisienssache daraus lind be«diente sich dabey aller Personen« auf die der König einigesVertrauen zu setzen pflegte. Er bezeugte, dass die vornehm«sten Rechksgelehrren der beyden Hauptuniversikäten Gala«

! manca und Alcala mir betn Pepolt einerley Meynung hegten.

Der König wurde endlich durch die Vorstellungen desCardinals und seiner Creaturen, worunter der KöniglicheBeichtvater der vornehmste war, dergestalt gerührt, baß ereinige Glieder des Raths von Castilien, die für das Reich am^ patriotischsten gesinnet waren, so heimlich, als es seyn kon«

> re, zu sich berief und mit ihnen rarkschlagte, was in Anse«hung der Succession für ein Entschluß zu fassen sey. Da nunihre Mennung mildes Cardinals seiner übereinstimmte, wares diesem Prälaten nicht schwer, es vollends dahin zu brin«gen, daß der König zu Ausgang des i6y3. Jahrs den Bay«erischen Churprinzen in hinein ordentlichen Testamente zu sei«

! nem rechtmäßigen Nachfolger und Universalerben der Spa«

I Nischen Mdnarchie erkarte, auch solches denen Corres oder^ Reichsständen bey einer außerordentlichen Versammlung desSkaatsrakbs bekannt machte. Es gieng damit so geschwindeund heimlich zu, daß Niemand davon eher, etwas erfuhr, !alSbis es geschehen war.

Der

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