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Erster Theil, welcher ausser dem vorgesetzten Leben Clementis XI. 86 Cardinäle in sich begreift.
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XXXV. Leben des Cardmals Grimani. I5Z

auf freyen Fuß setzten. Den andern Morgen ließ er alle.dieseZallbedtenten wegen ihrer U.ucreye ins Gefängniß werfen,Miefes löblichen Regiments halben ries.das Volk bey Erbinckung seiner Person zum öfkern aus: Es lebe LarKüs III.unö Ew. Eminenz!

Mit dem Papste gerieth er vom neuen in Zwistigkeiten,weil er verschiedene Edrcte herausgab, die demselben zuwiderwaren. Er erneuerte nicht nur das Verboth, ohne seine Er-laubniß einiges Geld pack Rom zu schicken, sondern ließ auchalle Präbenden und geistlichen Güter derer, die Carolum III.für keinen König erkennen wollten, mitsÄrreste belegen, auchbey schwerer Straffe verbiethen, jemanden über der Vollzic»hung der obigen Edikte in den Bann zu thun.

Der Papst gerieth darüber in einen großen Zorn, weildadurch die Kirchenfreyheit gar sehr verletzet und denen Car,dinalsn undPralaten zzi Rom ansehnliche Summen Geld ent-zogen wurden. Dieser Zorn vermehrte sich, als kurz daraufzu Neapolis eine Schrift heraus kam, darinnen sowohl dieAnsprüche als Beschwerungen der Neapolitanischen Regie-rung wider den Päpstlichen Stuhl umständlich ausgeführetwurden. Sie enthielt eilf Amckel, darinnen demselben alleRechte auf das Königreich Neapolis, ja, so gar alle Prä«beuden in demselben , ingleichen der Besitz von Benevenr undAvignon abgesprochen wurden.

Clemens XI. ließ indessen wegen des obgedachken EdictSein scharfes Breve an den Cardinal Grimani ergehen, darin-nen er sich unter andern also vernehmen ließ: „Wir baden„unsder Thränen nicht enthalten können, da wir bey uns über,"legt, daß sie sich so weit vergangen und kein Bedenken ge-fragen, den geleisteten theuern Eyb gänzlich aus den Augen»zu fetzen, oder vielmehr gar zu.brechen, mit welchem sie dein„allmächtigen GOkk. der Heil. Römischen Kirchen und uns„sich verpflichtet, als wir Ihnen den Cardinalshut aufgesetzet.„Nachdem wir aber alles dieses ohne den größten Nachtheil„und Schaden unsers Amts und Seelen nicht langer überse.»hm können, so ermähnen wir Sie in dem Herrn, ja, in

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