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Erster Theil, welcher ausser dem vorgesetzten Leben Clementis XI. 86 Cardinäle in sich begreift.
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XI.V1. Leben des Cardmals Badouaro. 191

nen Vorrarh gesammlet. Von eigenhändigen Schriften istvon ihm nichts weiter als einErmahnungS Schreiben an dieBeicht, Vater zu Rom bekannt worden, das sich in des Car«dinals Paßionci I-eMr'E tselvericE befindet,

die 1729. zu Zürch heraus gekommen sind.

XI.VI.

Johannes Albertus Bgdouaro,ein Venetianer.geb. 1649. Card-1706. 1714.

^»r stammte aus einem der edelsten Venetianischen Ge«schlechter her, daraus verschiedene Herzoge und andere^ um dieRepublick wohlverdrenre Männer entsprossen sind.Das Licht der Welt erblickte er zu Venedig den 12. März1649. Sem Vater hieß Franciscus Badouaro, und dieMutter Helena Micheli. Seines Vaters Bruder, AlbertusBadouaro, Bischof zu Crema , nahm ihn zu sich, da er 5.Jahre alt war und ließ ihn erziehen und studiren.

Im Jahre i66z. trat er in den geistlichen Stand undbekam von seinem Vetter die erste Tonsur, von Papst Ale,parider VII. aber eine reiche Prabeude. Er begleitete daraufseinen Vetter, den Cardinal Basadonna , nach Rom , alsderselbe bey Elemente X. den Hut holte, und ward allda Do,ttor, worauf er nach Crema zurücke kehrte und an der dafigenCathedral. Kirche Archi - Diaconus wurde. Nachdem sein Vet-ter, der Bischof, 1667. gestorben war und er dessen Erbschaftin Besitz genommen hatte, verließ er das Archidiaconak undgteng nach Padua zum Cardinal Gregorto Barbarigo, der ihnz»m Priester weyhete und ein Canomcak verschafte. Man be-rief ikn alsdenn nach Venedig, wo ihn der damalige Doge,Aloysius Conrareno, zum PrimiccriuS an der St. Marcus,Kirche bestellte.

Im Jahre 1688- ward er Patriarche zu Venedig, wel,ches dre nächste Würde nach der Herzoglichen ist; gleichwol

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