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Erster Theil, welcher ausser dem vorgesetzten Leben Clementis XI. 86 Cardinäle in sich begreift.
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2O4 XU Leben des Kardinals von BouillM.

einiger Aeik worden war, gelangen konte, wenn er zugegenwäre. Unkerwegens hielt er in seiner Abtey zu Clugny Ca.picul und brachte es durch den Vorspruch des Königs dahin,daß sein Vener der Abt vonAuvergne, nachmaliger Cardinal,zu seinem Coadjuror in dieser Abtey erwählet wurde. DenZ. Iul. 1697. langte er zu Roman und hatte dasGlücke, daßnicht nur die Cardinäle Franzone und Altieri ihm durch ihrAbsterben noch in diesem Jahre den Weg zum Vice Decana.re des Heil. Collegii bahnten, sondern ihm auch von dem Kö.nige von neuem die Gesandtschaft zu Rom aufgetragen wur.de. Jedoch er genoß diese Ehre nicht langer als bis 1699.da er durch den Fürsten von Monaco abgelöset wurde, nach.dem er vorher mit dem Grafen von Martinitz, einen nnnö.rhigen Rang. Streit gehabt hatte.

Die große Schwachheit sowohl des Papsts als des Car»dinal. Decant Cibo brachte ihm zu Ende des Jahrs die seltt.ne Ehre zuwege, daß er im Nahmen des Papsts am Heil.Weyhnachtsabende 1699. wegen des eintretenden großen Iu.beljabrs die Heil. Pforte zu St. Peter eröffnen konnte, wettches seinen Ehrgeitz nicht wenig kützelte. Alleine dieses Ver.gnugen wurde ihm gar bald versalzen, als er aus den Hau.den des FürstenS von Monaco den schriftlichen Befehl vomKönige kriegte, er sollte sich unverzüglich von Rom hinwegund nach der Abtey Clugny begeben. Seine Feinde, die ihmdie Ehre, DecanuS des Heil. Collegii zu werden, mißgönne,ren, harten dieses ansgewtrket. Er suchte bey dem PapsteDispensation, daß wenn das Decanar in feiner Abwesenheit»erlediget würde, es ihm an dem Besitze desselben nicht hinder«lich seyn sollte; Da er aber solches nicht erhalten konnte, be.gab er sich zwar aus Rom, gieng aber nicht weiter als bis Ca«xrarola, von dar er feinen Secretair mir einem Briefe an denKönig schickte, darinnen er seine große Bestürzung über dieKönigliche Ungnade bezeugte und aufs beweglichste vorstellte,daß er aus patriotischer Gesinnung verbunden wäre, sich zmförderst des DecanatS des Heil. Collegii zu versichern, ehe ersich in das angewiesene Exiltum begäbe, weil solches selbstdas Beste der Crone Frankreich erfordere. Alleine es halfenweder Bitten noch Vorstellungen. Der Cardinal kriegte viel,