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Erster Theil, welcher ausser dem vorgesetzten Leben Clementis XI. 86 Cardinäle in sich begreift.
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2O8 XU Leben des Cardinals von Bouillon.

frühesten wieder aufbrach und gegen Mittag in seiner Abtey ^St. Vaast anlangte. Er schickte sogleich einen Courier anden Prinzen Eugenium von Savoyen, der damals in denNiederlanden commandirre, und hielt um einen Paß nachseiner Abtey Vicoigne an, so 2. Meilen von Valenciennesliegt, den er auch den rrfien frühe erhielt. Ehe er abreiset?,schrieb er sowohl an den König, als an den Marquis vonTorcy, beklagte sich über die erlittene zehenjährige Verfolgung,schickte das Ordenscreutz vom Heil. Geiste zurücke und sagtesich von der Bedienung eines Großallmoseniers loß, mir derErklärung, daß er nunmehr wiederum die Qualität eines ge,bohrnen freyen Prinzen und Cardinalbischofs der Röm.Kirche, wie auch eines Decani des Heil. Eollegii annähme,doch dabey allezeit Gr. Majestät mir aller schuldigen Ehrerbie,rung zugethan verbleiben würde.

Sobald diese Briefe nach Paris kamen, wurde derCar,dinal als ein Ungehorsamer, Meineydiger und der FelonieSchuldiger vor dem Parlamente angeklagt. Das Klag,Schrei,ben war den 28. May unterzeichnet. Der Cardinal wurdeden 20. Iun. durch einen Parlaments« Schluß vor daePar»lament citirr und ihm alle seine Güter und Einkünfte confis,cirr. Jedoch er achtete es wenig, weil er sich in erwünschterSicherheit befand. Von Vicoigne begab er sich nach Dor,nick und kam bey solcher Gelegenheit in das alliirte Lager.Prinz Eugenius fuhr ihm in einer Caroffe entgegen und nahmihn mit in sein Quartier, wo er ihm das beste Zimmer ein«räumte und ihn aufs herrlichste bewirthete. Den folgenden Taggab ihm der Herzog von Marlborough die Visite, der auchzu Mittage mit ihm bey dem Prinzen speisere. Nach der Mahl»zeit fanden sich auch die Deputieren der General, Staatenund viele andere vornehme Grands < Personen ein, die ihm ih,re Aufwartung machten und zu seiner glücklichen Retiraveaus Frankreich Glück wünschten. Er fetzte noch diesen Tag >feine Reise nach Dornick fort, wo er Abends unter Lösungder Canonen anlangte und in dem Bischöflichen Pallaste seinD.uarrter nahm.

Sein