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Erster Theil, welcher ausser dem vorgesetzten Leben Clementis XI. 86 Cardinäle in sich begreift.
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I.XVI. Leben des Cardinals Casoni. 26z

beliebt. Im Jahre i68c>. durchreiset« er die Niederlande undFrankreich, und hielt sich sonderlich einige Zeit zu Paris auf.AIS er nach Rom zurücke kam, erhielt er ein Canonicat zuSt. Maria der Größer», verlohr aber den iZ. Nov. 1682.durch den Tod seinen Vetter , den Herrn Favorit!, dem ersodenn in dem Secretariak des Consistorii und der geheimenBriefe succedme.

Er kriegte einen so nahen Zutritt bey Innocentio XI. daßman ihn insgemein, Odin dl3LpKemiL äiAo.' ) desPapstSHeil. Geist nennte. Weil man ihm nun Schuld gab, alsob er den Papst zu vielen Dingen, die der Freyheit der Fran-zösischen Kirche nachtheilig wären, verleitete, fiel er dadurchan deut Französischen Hofe in den äussersten Haß. So vielist gewiß» daß er die Apostolische Auctorität des Papsts wi-der die Versammlung der Französischen Geistlichkeit jederzeitsehr nachdrücklich vertheidiget hat. Es war daher nicht zuverwundern , daß nach Innocentii XI. Tode die Franzosennicht eher ruheren, als bis ihn dessen Nachfolger AlexanderVlll. mit Manier vom Hofe entfernte. Cs geschah solchesdurch die ihm ertheilte Nuntiamr im Königreiche Neapolis, wel-che er unter dem Titel eines Erzbischoffs vonCäsarea über 20.Jahre bekleidete, bis ihn endlich sein alter Freund Clemens XI.1701.zurücke berieff und zum Assessor des Heil. Officii machte.

Weil dieser Papsi gleich nach Antritt seiner Regierungmerken ließ, als ob er gesonnen sey, den Herrn Casoni beyder nächsten Promotion zum Cardinal zu creiren,so haben vielegeglaubt, daß der Papst uni deßwillen so lange verzogen, dievielen ledigen Stellen im Heil. Collegio zu ersetzen. Dennda dieser Prälate dem Könige in Frankreich so verhaßt war,daß er sich öffentlich verlauten ließ, er würde ihn nimmermehrfür einen würklichen Cardinal erkennen, der Papst aber sichalle Mühe gab, ihn mit diesem Monarchen wieder auszusöh-nen, auch zudem Ende Se. Majestät versichern ließ, es hattedieser Prälate nicht nur dem Hause Bourbon niemals entge-gen gehandelt, sondern er würde auch künftig nach erhaltenerCardinalewürde demselben sehr angenehme Dienste leisten; soglaubte jedermann, es habe der Papst um deßwillen die ganze

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