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Erster Theil, welcher ausser dem vorgesetzten Leben Clementis XI. 86 Cardinäle in sich begreift.
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I.XVI. Leben Des Carditials Casoni. 267

Sladr die bekannte Akademie, Inüiwwm lciontlarum L ar-tium genannt, welches löbliche Werk der Cardinal Casonidurch feine Auttoriräk und Beyhülfe nicht wenig unterstützteund beförderte. Durch solche Verdicnstebewog er den Papst,daß er ihn 1712. noch auf drey Jahre in seiner Legation be»stacigre; jedoch da ihm hernach eine Unpäßlichkeit zustieß, bater selbst um die Erlaffung seiner Legarion, die er auch 1714-erhielt.

Im Jahre 1715. ward er zu Rom anstatt des vestorbe»nen CardinalS von Bouillon zu einem Assessor des heiligenOssicii ernennet, welches er schon vorher in seinem Präla»

^ lcnstande gewesen war. Er bekam auch den Titel St. Petriin Vinculis und 1717. das Protcctorar des Minoriten» undFranciscaner Ordens. Der Papst zog ihn in allen außeror»deutlichen Angelegenheiten zu Rache, welches sonderlich inder Französischen ConstitutionSstreirigkeit, in den SicilischenIrrungen mir Savoyen, in dem Processe mit dem CardinalAlberoni und in vielen andern wichtigen Angelegenheitengeschah.

Er stiftete in seiner Vaterstadt Sarzana ein herrliches! Andenken durch die Erbauung einer sehr kostbaren Capelle inder dasigen Cathedral»Kirche, die fast von lauter Marmorangelegt wurde. Er ließ auch den Päpsten Innocentio XI.und Clementi XI. sehr prächtige Monumenta darinnen setzen,starb aber, ehe er ein Conclave erlebte, den iy. Nov. 172c».! in einem Alter von 75. Jahren, nachdem et über 14. Jahredie Cardinalswürde bekleidet hatte. Man kan ihm mitRecht nachrühmen, daß er ein geschickter Prälate gewesen,der einen Staatsminister abgeben können, ohne die gewöhn»lichen Fehler der Geistlichen an sich sonderlich merken zulassen.

I.XVII.