I>XVII. Lehen des Kardinals Aftalli. 269
ftn , 1IM sich dadurch nicht an seinem zukünftigen Glücke zuhindern-.
In den Jahren r6Zy. und 1691. half er die Papste,Alepandrum VHI. und Innocentium XII. erwählen, durftesich aber wegen seiner Jugend noch keine Rechnung auf diePäpstl. Würde machen. Er wurde ,69z. zum Legalen zuUrbino, 1696. zum Legalen zu Ravenna und 1698- zum Le,garen zu Ferrara ernenn", da er sich denn überall so auf«führte, daß der Papst sowohl, als das Volk mir ihm zuftie«den war. Ob er gleich kein großes Vermögen hatte, ließ ersich doch durch keine Geschenke zu einiger Ungerechtigkeit ver«leiten. Sonderlich erwarb er sich zu Ravenna viel Ruhm' und Liebe. - ^ ^
Im Jahre 1700, wohnte er zum dritkenmale dem Con« ^! clave bey und half die Parthey des Cardinals Pamfilio ver«stärken. Er suchte vermittelst derselben einen solchen Mannauf den Päpstl. Stuhl zu befördern, der sowohl dieser hobenWürde würdig, als auch sein guter Gönner wäre. Jedochder darzwisehen gekommene Todesfall KonigS Caroli II. vonSpanten verrückte den Cardinalen alle ihre Anschläge, und, veranlaßte sie, die Wahl zu beschleunigen und in der Person! des Cardmals Älbant einen jungen Mann auf den Päpstlichen! Stuhl zu setzen , welcher den Namen Clemens XI. annahm.Der Cardinal Wallt hatte die Ehre, als zweyter Diaconusden neuen Papst sowohl ankleiden, als auch krönen zu helfen,
! worauf er sich wieder nach Ferrara begab, und allda seine^ Legation fortsetzte.
Er war kaum daselbst angelangt, so giengen die Spani«schen Succeßions. Troublen an, und da Ferrara den Spa«Nischen Landschaften, am nächsten lag , so hakte er auch alleVorsichtigkeit anzuwenden, den Krieg von den Grenzen die«ses Landes abzuhalten. Jedoch er mochte sich vorsehen , sogut er wollte, si> kriegte doch dieses Land lezuwelleu fremdeEinquartierung. Dieses geschah gleich im ersten .Fcsozuge1701. denn als der. Prinz Eugemus m»t einer starken Armeeien Italiänischen Grund und Boden betrat .und uicht zu.