Band 
Erster Theil, welcher ausser dem vorgesetzten Leben Clementis XI. 86 Cardinäle in sich begreift.
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I^XVIII. Leben des Cardinals Conti. 27z

i^xvm.

Michael Angelas Lonti,

ein Römer.

geb. 1655. Card. 1706. Papst 1721. f. 1724.

Er führte als Papst den Namen

Jmioceiitius xrn.

/>E>^as Hans Conti oder äs evmitibus ist eines der ältesten) zu Rom; wie denn einige es sogar von dem RömischenBürgermeister Gregorio, der 800. Jahre nach Erbau«mig der Stadt Rom gelebt, herleiten wollen. Man zählet16. Päpste, die aus diesem Hause entsprossen sind, worun-ter Alexander IV. der 1264. erwählet worden, der letzte ist.Diese Zahl hak Michael Angelus Conti vermehret. Er wardden iz. May 1655. zu Rom zur Welt gebohren. Sein Va«rer Carolus II. Herzog von Polt hak ihn mit der Schwester desHerzogs von Muti gezeugt.

Weil man ihn dem geistlichen Stande widmete, mußteer sich auf die gelehrten Wissenschaften legen, darinnen erunter der Aufsicht seines Vetters, des Cardinals Johann Ni-kolaus Conti, ziemliche Progreßen machte. Nachdenkt sei-ne Smdia geendiget, ward er mit verschiedenen geistl. Bene«ficien versehen. Alexander VIII. schickte ihn 1690. nach Ve-nedig, um dem damals regierenden tapfern Doge, FranciscsMorosini, einen geweyhetenHut undDegenzu überbringen,so ihm beydes im May überreicht wurde. Er bekleidete nach-gehends die Gouvernements von Ascoli, ViterboundandernOrten des Kirchen«Staare.

Im Jahre 169z. ward er mir dem Titel eines Erzbischofsvon Tarsus als RunciuS in die Gchweitz, von dar aber 1697.m gleicher Qualität nach Porrugall geschickt, wo er sich 12.Jahre befunden und bey Hofe in großem Ansehen gestanden.Clemens XI. war anfangs nicht wobt mit ihm zufrieden, weckrr der Oesterreichifchen Parthey sich allzu ergeben erzeigte.

S Jedoch