285 KXXl. Leben des Cardmals Cornaro.
nen hatten, eigensinnigen und so verdrüßlichen Mann be» ^schrieben , daß Niemand mit ihm auskommen können; unddiesen Characker hat er auch bis an sein Ende behauptet.
. HXI.
GeorgiuK Mornaro,
ei» Vkiiciiancr.
- geb. i6z8. Citrd. 16^7. ^1^22.
/^»r ward den r. Aug. 1658- zu Venebig aus einem der !ältesten und edelsten Geschlechter gebühren, das lateinisch !den Namen CornrliuLsühret. Sowohl sein Großvater-Franciscus Cornaro, als sein Aeltervater, Johannes Cor»naro, sind Dogen bey der Republic gewesen, zu welcher ho«
Heu Würd« auch sein älterer Bruder, Johannes Cornaro,gelangct ist,. Sein Vater hieß Fridericus 'Cornaro und die ^Mutter Cornelia Contareni. > Als er zu erwachsenen Jahren !gekommen, nahm er den Maüheftrorden an und ward Gros«Prior von Cypern, welcher Titel seinem Geschlechte erblich ist.
Er studirte.M Verona die freyen Künste, zn Padua aberdie Philosophie und RechtSgeiehrsamkeit, allwo er auch dieDoktorwürde.am,ahm.. . -
Er begleitete darauf seinen Vater nach Spanien, als jderselbe als Benetianischer Abgesandter dahin gieng, und ^durchreiftte bey solcher Gelegenheit ganz Spanien und einenTheil von Pormgall. Er begab sich auch nach Frankreich,Engelland und Deutschland, und befand sich gleich zu Straß»bürg, als Ludwig XIV- allda seinen rriumphirenden Ein»zug hielt.
Nach feiner Aurückkunft nach Venedig trat er in Kriegs»dienste und ward Capital« von einem Schiffe, mit welchemer sich bey verschiedener Gelegenheit hervorthat. Weil manihn für geschickt hielt, zu StaakSgeschäften gebraucht zu wer»den, ernannte man ihn zumAbgesandten nach Frankreich.Alleine er richtete nunmehr seine Gedanken auf den geistlichen.., Stand,