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Erster Theil, welcher ausser dem vorgesetzten Leben Clementis XI. 86 Cardinäle in sich begreift.
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I.XX. Leben des Cardinals Mailly. 285

den folgenden Tag anS des Königs Händen das Biree.Den 2 isten machte er dem Regenten seine Aufwartung, beywelchem er die Cardinäle von Nsailles und Rohan antraf.Sie umarmten nicht nur einander, sondern wünschten aucheinander zu dem getroffenen Vergleiche Glück.

Als der Cardinal von Mailly wieder zu Rheims anlangeie, hielt er in der Stadt seinen solennen Einzug. Jedermanwarhierbey bemühet, die Gassen , durch welche er paßirerrmußte, aufs beste auszuschmücken. Unter andern that sol,ches auch der Scharfrichter. Er hieng zu desto mehrerer Be,zruzung seiner Hochachtung gegen den Cardinal dessen Bild,niß vor seinem Fenster auf, welches seine Feinde zu sagen be,wog, er sey in eKßio gehangen worden. Im Nov» erhielter die wichtige Abrey Sr. Stephan zu Caen.

Im Jahre 1721. starb Clemens XI. woraufer zum Con,klave nach Rom beruffen wurde. Er blieb aber weg, weiternicht nur sich unpäßlich befand, sondern sich auch andere Hin,dernisse in den Weg legten. Der neue Papst JnnocentiuSXI». wurde demnach ohne fein Anthun erwählt- 'Er lernteihn aber nicht kennen, sondern starb Noch den Gept. die,fts Jahrs, nachdem er sein Alter auf 6Z. Jahre gebracht, dieCardinals «Würde aber nicht völlig 2 . Jahre bekleidet hakte.

Seine Krankheit überfiel ihn, da er eben in feiner Ca»rhedral« Kirche, in welche er seit 6. Jahren nicht gekommen,Messe hielt. Sie nahm ihm sonderlich den Kopf ein. Ob ergleich keinen Verstand mehr hakte, noch sich der Sprache be«dienen konnte,verließ ihn doch sein Eyfer nicht, indemerstetseinen Haufen unversöhnlicher Worte von Appelliren hermur«melke, auch Feder und Dinte verlangte, womit er das in Hän,den habende, Papier mit lauter unleserlichen cliaraLleriduLanfüllte, die unstreitig «in neues Mandement wider die Ap,pellanren bedeuten sollten. Die Krankheit war sehr schmerz»haft und ganz ausserordentlich. Sein Körper gab nach seinemTode einen so üblen Geruch von sich, daß Niemand um ihnbleiben konnte. Er hat viele Schulden und über 6o.unauS«gemachte Processe hinterlassen. Man hat ihn jederzeit als ei«