Z48 KXXVM. Lehen des Cardinals del Giudice.
Der Cardinal antwortete darauf sehr höflich, legte aberzugleich sowohl das Arnk eines, General-Inquisikoris als dieAufsicht über die Erziehung des Krön - Prinzen nieder. Erverließ alsvenn Spanien, ohne vorher Erlaubniß zu erhal«ren , bey -Hofe Abschied zu nehmen. Den 24. sän. 1717.langte er zu Genua an , wo ihn der Papst durch den dasigenErzbischof, Cardinal Fieschi, andeuten ließ, daß er sich nachTurin verfügen und zusehen solte, wie die Gi ManischenStreitigkeiten, welche demPapste so beschwerlich wären, bey,gelegt werden könnten. Der Cardinal langte im May zuTurin an, fand aber wenig Zutritt, weil er des Ceremonielswegen bey dem -Herzoge von Savoyen zu keiner Audienz ge«langen konnte. Denn da dieser Kürst verlangte , er solle inseinem völligen Cardinals «Habite erscheinen, dieser aber esnur in der Kleidung eines AbkS thun wolte, indem er vor-gab, er hätte sesne Ceremonien«Kleider nicht bey sich, wölkeder -Herzog, der damals den Königl. Titel von Sicilien führ-te, auf solche Weise den Besuch von dem Cardinal durch-aus nicht annehmen, daher dieser unverrichtekcr Sachen wie-der abretseke, nachdem er mit den Savoyischen Ministers ei-nige Confercnzen gehalten. Er fand sich den 27. Iun. wieder.M Rom ein und,hatte den r. Aug. bey dem Papste Audienz,Der ihn mit besonderer Hochachtung empfang und zum Ge-cretario des Heil. Offieii und hernach auch zum Prafecto vonder Conaregation der Jmnrunitäten ernennt?, Ob er gleichan dem Savoyischen Hofe nicht viel ausgerichtet hatte, wur-de er doch nachgehends von dem Papste in den SicilianifcheuAngelegenheiten fleißig zu Rache gezogen.. Er erhielt auch»rm diese Zeit das Bißchum zu Palästrina und trat in denBischofs-Orden , nachdem er bisher den Priester,Titel St.Sabinä geführct. . ,
Ithimittelst hatte sich die Ungnade an dem SpanifthenHofe so vermehret, daß der Cardinal Aquaviva , damaligerSpanischer Minister zu Rom , im Jan. 1718. einen vonseinen Bedienten mit einem- Briefe an ihn schickte - dessenInhalt also lautete : Er hatte von Madrir Befehl erhalten,?bm zu hinterbringen, daß der König von ihm verlange, daSWappen der Krone Spanien von seinem Palaste wegzuneh,
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