126 Historie
köpfen, und hatten die Fülle Brodteszu essen.
Doch der größte und unvergleichlichsteReichthum Aegyptens war das Getreyde,welches dasselbe in Stand setzte, auch so gar,wenn eine fast allgemeine Hungersnothwar, alle benachbarte Völker zu ernähren,wie es, unterm Joseph, geschahe. In denncuery Zeiten, war es der zuverlässigsteKornboden der Städte Rom und Constan-tinopel. Die Lästerung, die man wider denheiligen Athanasium erdichtete, ist bekannt.Man gab ihm nehmlich Schuld, er habe ge-drohet , er wolle es künftig verhindern, daßman kein Getreyde mehr, vonAlerandriennach Constanrmopel^bringen sollte, worüberderKayserConstantm in eine grosse Wuth,wider diesen heiligen Bischofs gerieth, weiler wohl wüste, daß diese Stadt, ohne dieaegyptische Zuführe, sich nicht erhalten konn-te. Aus eben dieser Ursache, nahmen sichdie Römischen Äayser Aegyptens beständig,auf das sorgfältigste, an, welches sie, alseme Amme der Stadt Rom, betrachteten.
Unterdessen brachte doch eben dieser Fluß,der diese Landschaft geschickt machte, zwoen,der volkreichsten Städte, Unterhalt zu geben,dieselbe öfters selbst zur äussersten Hungers-noth. Und man muß sich verwundern,
das