>96 Historie
im Stande befand, denAmasts, mittenaus dem empörten Heere, das ihn umgab,aufzuheben, so wurde er, bey seiner Zurück-kunst,aufeine schändliche und grausameWei-ft, mißgehandelt. Denn dieser Prinz, ohnezu bedenken, daß er seine aufhabende Voll-macht, nur, weil er nicht gekonnt, nicht ins ^Merk gerichtet hatte, ließ ihm Nase und Oh-ren abschneiden. Eine so beißende Beleidi-gung , die man einem Manne von seinem !Stande,anthat, brachte die Aegyptier so auf, !daß der meiste Theil derselben zu den Miß- !vergnügten stieß, und daher die Empörung ^allgemein wurde. Dieser Aufstand der Un-terthanen zwang den Aprres, daß er sich indas obere Aegypten flüchten muste, allwo ersich noch einige Jahre erhielt, da unterdessenAmasls alle seine übrigen Lander besaß. lDie innerlichen Unruhen, die Aegypten in ^Bewegung setzten, waren dem Nab'uco-donosor eine gewünschte Gelegenheit, das-selbe anzugreifen, und GOtt gab ihm selbstden Entschluß dazu ein. Dieser Prinz der, ^ohne es zu wissen, ein Werkzeug des Zorns IGOttes wider die Völker, war, die er züch- !tigen wollte, hatte nur erst die Stadt Ty- !rus eingenommen, vor welcher er und sein !Heer unglaubliche Beschwerlichkeiten aus- jgestanden hatten. Um sie dafür zu beloh-