der Carthaginenser. 289
Alsman, zu Carthago, die betrübte Zei-tung von der gänzlichen Niederlage desKriegsheeres erfuhr, so verursachten Schre-cken, Schmerz und Verzweiflung, daselbsteine Verwirrung und Unruhe, die nichtzu beschreiben ist. Es deuchtete sie, sie jä-hen schon den Feind, vor ihren Thoren.Das war die Gemüthsart der Carthagi-nenser , daß sie so gleich den Muth sinkenliessen, wenn ihnen etwann das Glück um-schlug. Sie schickten alsobald eine Gesandt-schaft an den Gelon, die ihn um Friede bit-ten sollte, die Bedingungen möchten auchseyn, wie sie nur wollten. Er hörte sie, mit- vieler Gütigkeit, an. Weit gesichtet, daßihn etwann ein so vollkommener Sieg, dener erhalten hat te, hätte hochmüthlg und un-bändig machen sollen; vielmehr harte der-selbe nur seine Bescheidenheit und seinenGlimpf, auch so gar gegen seine Feinde, ver-mehret. Er gab ihnen den Frieden , undforderte nur von ihnen, daß sie zweytausendT^mte, für die Kriegskosten, bezahlten,welches nach unserm Gelde, zween Millio,neu Thaler, austrägt. So forderte er auch,daß sie zweene Tempel bauen sollten, woman dieBcdingungen dieses Friedensschlus-ses öffentlich ausstellte, und, gleichsam, inVerwahrung, aufbehielt. Die Larthagi-T nenftr