Band 
Zwölfter Theil.
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Von Poeten. 15

I an sich. Anfangs bediente man sich dersel-I den, den falschen Gottheiten, für ihre ein-' gebildeten Wohlthaten zu danken, undneue Wohlthaten von ihnen zu erbitten.Es ist wahr, daß man sie bald zu andernAbsichten brauchte. Allein man hat sich^ doch zu allen Zeiten Mühe gegeben, die-selbe wieder zu ihrem ersten Entzwecke an-^ zuwenden. Hesiodus brachte das Ge-fchlechtsregister der Götter in Verse. Eini sehr alter Poet verfertigte Lobgesänge auf! die Götter, welche man gemeiniglich dem> Homer zuschreibt, und Callimachusmachte nach der Zeit eben dergleichen Lie-der. Selbst in denen Werken, welche von! andern Materien handelten, wurden diej wichtigsten Begebenheiten, durch den! Rathschluß mächtiger Gottheiten, angeord-, net und ausgeführt. Man lehrte dadurchdie Menschen, daß sie die Götter von al-len, was in der Natur vorgeht, als Urhe-ber betrachten sollten. Homer, und an-dere Dichter stellen uns dieselben beständigals die einzigen Schiedsrichter über alleunsre Schicksale vor. Nur sie stärken denMuth der Menschen, und schlagen ihn nie-der; Sie geben Verstand, und zernichtenihn auch; Sie schenken den Sieg , undverursachen die Niederlagen. Es wird

nichts