Band 
Zwölfter Theil.
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! Von lateinischen Poeten. IZ7

!

j tern fassen, liessen es dabey bewenden, daßsie ihre Kinder zu einem Lehrmeister schickten,bey welchem sie lesen, schreiben und rechnen! lernten. Der Vater des Horaz , welcherin seinem Sohne dem fähigsten Verstand! merkte, die wichtigsten Dinge zu fassen, hatteso viel Muth , daß er ihn selbst nach Romführte, damit er daselbst so erzogen würde,wie die Ritter und Rathsherren ihre Kinder> erziehen liessen. Wenn man sah, wie derjunge Horaz gekleidet war, und wie vielSclaven ihm nachfolgten: So hätte manihn, wie er selbst sagt, für einen reichen Er-ben von einer langen Reyhe begüterter Vor-fahren halten sollen; Und gleichwohl hattefein Vater nicht mehr, als ein kleines Land-s guth. Vielleicht gieng er in diesem Stückezu weit: Allein wer wollte sagen, daß erunr^ recht gethan hätte? Er befürchtete gar nicht,daß er sich, oder seinen Sohn ins Elend stür-zen würde, wenn er auch alle seine Einkünfteauf seinen Unterricht wendete, und wüstewohl, daß eine gute Erziehung das besteWatertheil wäre, das er ihm lassen könnte.Er that noch mehr; Er nahm die Mühe übersich,auf ihn Achtung zu geben, und war alsosein Hofmeister, der lhn zu allen seinen Leh-rern begleitete.