Band 
Zwölfter Theil.
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182 Don lateinischen Poeten.

Es wäre zu wünschen, daß er uns bey derso strengen Bestrafung von fremden Fehlern,nicht auch härte sehen lassen, daß er selbstkeine Schambafftrgkelt besässe, und daß erdie Laster nutzt auf so eine Art bestrittenhätte, woraus man eher lernt, wie man siebegehen soll, als daß sie uns einen Abscheuvor denselben beybrächte.

Lucan.

M. Annäus Lucanus war ein Neffedes Seneca. Das Merck, womit er ammeisten Ehre eingelegt hat, ist seine Phar-sale, wo er den Krieg des Cäsars und desPompejus beschreibt. Er ist reich anschönen Gevancken, und in seiner Schreibartherrscht eine grosse Lebhaftigkeit: AlleinOuintilian glaubt, daß man ihn eherunrer die Redner, als unter die PoetenLttlnkll. setzen muste. cE/E«/,

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Den Lucan dem Virgil gleichzu schätzen, wie einige gethan haben, heißtden Lucan nicht erheben, sondern zu erken-nen geben, wie wenig Ueberlegung und Ein-sicht man besitzt. Alles, was man sagenkann, ist dieses, daß, wenn! das AlterdenVerstand desLucans, welcher nur vielleicht

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