Band 
Zwölfter Theil.
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Von lateinischen Poeten. 18z

i sechs und zwanzig Jahr alt war,altz er ster-! ben muste, reif gemacht, und sein Feuer, undf die Hoheit seiner Gedanken mit der Beur-i theilungskraft des Virgils verbunden hatte,

^ man an ihm einen vollkommenen Poetenhätte sehen können. Es sind sehr viele vonseinen Gedichten verlohren gegangen.

> In der Lebensbeschreibung des Lucans,

> welche man dem Sueton zuschreibt, beschul-, diget man ihn, er hätte eine sehr letchte und

> unbändige Zunge gehabt; Ja er hätte vondem Nero, der ihn doch sehr geliebt hätte,auf so eine Art geredet, welche den sanft-wüthigsten und leutseligsten Fürsten würde

! aufgebracht haben.

Er * war einer von den ersten , welche zn^ der Verschwörung des Piso traten, weil erempfindlich war, daß sich Nero aus einerniederträchtigen Eifersucht, dem Ruhme sei-ner Poesie widersetzte, und ihn verhinderte,dieselben öffentlich bekannt zu machen. DerFürst befahl, man sollte den Lucan umbrin-gen, man brachte ihm also einen Giftbecher.Als er fühlte, daß die natürliche Warme

M 4 die

* I^ucanum propriae cnuÜL liLcencieb.inc, c^uoct

tnmam carminum eius premebgt I^ero, pro-bibuersr^ue vKencsre, vanus ridlimulririone.

^nnsl.Itb. 15 . c. 49«