Band 
Zwölfter Theil.
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216 Von lateinischen Poeten.

seiner Schreibart herunter, und erhielt sichin den Gränzen einer ungekünstelten Einfalt, ^welche allen Stolz hasste, und der christlichen !Bescheidenheit vollkommen gemäß war. Ergieng in seiner Erniedrigung so weit, daß ersich auch nicht allemahl Mühe gab, die stren-gen Regeln der Prosodie zu b obachten.Allein bey aller dieser scheinbaren Nachläs-sigkeit, welche so wohl in seinen Versen, alsauch in der Schreibart seiner Poesie in dieAugen fällt, findet man doch gewisse natür-liche Annehmlichkeiten, weswegen man denVerfasser und seine Werke lieben muß.

Prosper.

St. Prosper war von Aquitanien.

Er war ein veryeyratheterLaye, und Sraats-Sekretar unter demPabste St. Leo.

Wir haben von dem t). Prosper, aussereinigen andern kleinen Glücken, bey welchenman noch sehr zweifelt, ob sie von ihm sind,ein sehr ansehnliches Gedicht wider die Fein-de der Gnade HEsil Christi, in welchem er,als ein sehr gründlicher Gorresqelehrter, dieC rtholische Lehre wider die Pelagianer undSemipelagianer erkläret.

Der HerrGodeau hält dieses Werk, wieverfchtedne andre Schriftsteller vor ihm, füreinen Auszug aus allen Büchern des h.Au-

guftins -