' Geschichtschreibern. 2^7
man jemahls von den größten Generalen er-- warten kann. Endlich endiget sich dieserlange und schreckliche Krieg, wo das ganze! gleichsam aus seinen Ufern und Gränzen ge-^ tretne Asten das kleine Land der GriechenI völlig zu überschwemmen drohte, durch die> schimpfliche Flucht des Lerxes, des mächttigsten Königs auf dem Erdboden, und durchein Glück, welches den Persern auf ewigdie Gedanken und die Begierde entzog, GrierI chenland mit gewaffneter Hand anzufallen.
^ Alle diese vorthellhaften Umstände findetI man bey der Wahl des Thucydides mcht.Er schränkt sich auf einen einzigen Krieg ein,welcher weder in seinen Grundsätzen recht,mäßig, noch in feinen Begebenheiten sonder,
! lich mannigfaltig, noch, seinem Ausgangenach. für die Athenimftr rühmlich ist.
! Griechenland, welches auf einmahl rasend,und von dem Geiste der Zwietracht besessenwird, wüthet in seinem eignen Elngeweyde,indem es Griechen Wider Griechen, undBundesgenossen wider Banvesgenossenwaffnet. Selbst Thucydides verkündiget,und zeigt gl ich bey dem Anfange ferner Hi-storie gleichsam in der Perspektive alles Un-glück , welches diesen betrübten Krieg beglei-ten würde. Hier steht man Todschläge,Verwüstungen der Städte, verschmachtete
Länder,