5z6 Von lateinischen Rednern.
wie er an einem andern Orte sagt, keineGrenzen, und je mehr man sie ausübt, destomehr sieht man ihre Schönheit ein. Erstiftete daselbst eine Bibliothek, nebst einemjährlichen Gehalte für junge Leute vomStande, welche wegen ihrer schlechtenGlücksumstande nicht studiren konnten.Bey der Einweyhung dieser Bibliothek hielter eine Rede, bey welcher nur die Vornehm-sten der Stadt gegenwärtig waren. Erwar nach der Zeit unschlüßig, ob er dieselbeöffentlich herausgeben sollte. „Es ist„schwer*, sagt er, das Gute, das man ge-than hat, zu rühmen, ohne in dem Ver--"dacht zu gerathen, daß man sich dessen nicht"rühmt, weil man es gethan hat, sondern"daß man es gethan hat, um sich dessen zu^rühmen. Was mich betrifft: So habe„ich nicht vergessen, daß eine grosse Seele„weit mehr von dem innerlichen Zeugnisse
des
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