Von lateinischen Rednern. 557
,.des Gewissens, als von dem prächtigsten„Beyfalle der Welt gerührt wird. Unsre^ „Thaten müssen den Ruhm nicht aufsuchen,„der Ruhm muß auf dieselben folgen.„Und wenn er uns auch durch den Eigensinni „des Glücks entwischt: So darf man doch
> „nicht glauben, daß eine lobenswürdige„That dadurch etwas von ihrem Werthe
I „verlohren hat.
Es ist kaum zu begreifen, wie eine Pri-vatperson so ungemein freygebig hat seynkönnen. Er erklärt uns dieses selbst in ei-nem Briefe an eine Dame, welcher er einesehr ansehnliche Summe erlassen hatte.„Befürchte nicht, sagt er zu ihr, daß es mir„beschwerlich sey, so viel wegzuschenken, und„mache dir deswegen keine Sorgen. Es ist„wahr, ich besitze nur ein mittelmäßiges Ver-
> „mögen. Mein Stand erfordert einen groft„sen Aufwand, und meine Einkünfte sind,„wegen der Beschaffenheit meiner Landgü-„ther, so veränderlich als mäßig. Was„mir auf dieser Seite fehlt, ersetzt mir meine„Mäßigkeit, aus welcher Quelle meine
> „Freygebigkeit herkömmt. Quoä cellac! ex reckitu, fruZalicare lupplerur, ex yus,
velm e fonre, liberalir^ noürs ckecurrir.Was für eine Lehre, was für ein Vorwurffür unfte grossen Herren, welche- bey uner-
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